Mit ihrem Widerstand gegen den Mietendeckel vertreten sie nur ihre eigene Meinung, nicht aber die ihrer Mitglieder. Faktisch stellen sich die Vorstände auf die Seite der Wohnungskonzerne, nicht aber auf die ihrer Mitglieder und der Mieter in Berlin. Die Vorstände versuchen, ihre Mitglieder gegen den Mietendeckel aufzubringen, und jonglieren unseriös mit potentiellen »Verlusten«. Wenn der Vorstand einmal berufen ist, kann ihm niemand mehr Vorschriften machen: nicht die Generalversammlung, nicht der Aufsichtsrat, nicht die Mitglieder. Wenn die Mitglieder in existenziellen Fragen aber nicht entscheiden dürfen – Pardon, aber worin soll dann die Selbstverwaltung bestehen?
Source: Junge Welt January 27, 2020 18:32 UTC