Es ist die letzte Szene des Films „Helle Nächte“ von Thomas Arslan. Das ausdruckslose Gesicht des österreichischen Schauspielers Georg Friedrich ist das, was man als Bilanz von „Helle Nächte“ nehmen kann. Es ist eine Ausdruckslosigkeit, die zugleich eine Sammlung ist. Als „Helle Nächte“ im Februar dieses Jahres im Wettbewerb der Berlinale zum ersten Mal gezeigt wurde, gab es auch die eine oder andere polemische Reaktion auf den Minimalismus dieser Erzählung. Es ist auf eine provozierende Weise leer, es verweigert die Addition des Gesehenen zu einem befriedigenden Ergebnis, zu einer emotionalen Summe.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung August 12, 2017 06:11 UTC