Um das Publikum und vor allem sich selbst wieder daran zu erinnern, hat West nun ein Gospel-Rap-Album veröffentlicht: „Jesus is King“. Bedrückend statt zelebrierendDie Rückkehr des beseelten Conscious-Rappers von damals ist „Jesus is King“ trotzdem nicht, diese Position im Gefüge der amerikanischen Hip-Hop-Szene hat Chance the Rapper inzwischen erfolgreich von West übernommen. Zugleich lieferte Kanye West aber die Produktion eines der genreübergreifend interessantesten Alben des Jahres: Pusha Ts „Daytona“. Mehr zum Thema 1/Die Momente religiösen Triumphierens mit voller Gospelwucht spielen auf „Jesus is King“ eine viel kleinere Rolle, als man nach den Sunday-Service-Konzerten erwarten konnte. Kanye West hat „Jesus is King“ als den Moment erklärt, in dem er sein berüchtigtes Ego hinter sich lässt und sein Talent stattdessen in den Dienst einer höheren Kraft stellt.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 29, 2019 17:48 UTC