Der »Verhandlungsrat«, der angibt, bei den Genfer Gesprächen die syrische Opposition zu vertreten, war Ende 2015 in der saudischen Hauptstadt Riad gegründet worden und wird von Saudi-Arabien politisch und finanziell unterstützt. Der »neue Vorstoß« der vom Westen anerkannten Opposition wurde medial begleitet von einer Wiederaufnahme von Vorwürfen gegen die syrische Regierung, Chlorgas in Fassbomben über dem Osten von Aleppo abgeworfen und mindestens zehn Menschen getötet zu haben. Die syrische Regierung hat den Einsatz von Giftgas stets dementiert. Zu den aktuellen Vorwürfen gibt es bisher keine Stellungnahme. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuletzt auf dem G-20-Gipfel erneut eine »Schutzzone« im Norden Syriens gefordert, in die »syrische Flüchtlinge zurückkehren« sollten.
Source: Junge Welt September 08, 2016 15:56 UTC