Zu den Organisatoren des Protestes gehört neben der Interventionistischen Linken (IL), das »Demokratische Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland« (Nav-Dem) sowie die kurdische Bewegung »Demokratischer Kongress der Völker« (HDK). Das Protestbündnis kritisiert, die derzeitige Türkei-Politik stehe ebenso für die »Abschottung wie für die Ausdehnung der Machtbasis der EU in den Nahen Osten« und sei als Pilotprojekt für weitere Abkommen mit nordafrikanischen Staaten gedacht. Im Fall der Türkei gehe es darum, den Staat zu einem »sicheren Herkunftsland« zu erklären, um Abschiebungen zu erleichtern. Ankara werde für die EU »so zum Bollwerk für die Abschirmung von Migrant_innen, die vor Krieg, Hunger und in ein besseres Leben fliehen.«Bereits vor dem Putschversuch am 15. Mit einer Onlinepetition sammelt das Bündnis zudem Unterschriften, um die Bundesregierung zum Ausstieg aus dem »schmutzigen Deal mit der Türkei« aufzufordern.
Source: Neues Deutschland August 30, 2016 13:07 UTC