Soldaten in Uniformen, mit Stahlhelmen, mit Gewehren, ernst die Gesichter, kurz geschoren die Köpfe, zackig die Bewegungen. Ach ja, wer hätte gedacht, dass er, der Pfarrer aus der DDR, mal hier die Huldigungen des geeinten Deutschlands entgegennehmen würde. Nein, keine Träne hat Gauck an diesem Abend vergossen, wo er doch sonst damit nicht gegeizt hat. Er hat dessen Grenzen seine Freiheit entgegengestellt, bis hierher. Und dann, die Soldaten ziehen ab, die Gäste applaudieren, nimmt er Daniela Schadt an die Hand, und die beiden gehen, Arm in Arm, weit weg vom Trubel, ein letztes Mal die Stufen zum Schloss empor.
Source: Der Tagesspiegel March 18, 2017 16:18 UTC