Wer sich in die öffentlichen Arenen begibt – neben Politikern sind das vor allem Unternehmer, Verbandsvertreter, NGO-Funktionäre –, braucht ein dickes Fell. Wer sich davon überzeugen will, schaue sich Bundestagsdebatten zu den Hartz-Reformen oder den Hilfspaketen für Griechenland während der Eurokrise an. Kaum war bekannt geworden, dass der Verband künftig den Kontakt zu Politikern der AfD zulassen möchte, brach eine Welle der Empörung und des Aktivismus über ihn herein. Bei flüchtiger Betrachtung konnte der Eindruck entstehen, man wolle die teils rechtsextremen Politiker der AfD zu gewöhnlichen Gästen in Berliner Plauderrunden machen. Vorlage zum AbschussRückblickend müssen sich alle, die auf der Empörungswelle ritten, fragen lassen, ob sie der Debatte über den richtigen Umgang mit der AfD nicht einen Bärendienst erwiesen haben.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung January 10, 2026 08:43 UTC