Sie stehe unmittelbar vor einer Operation mit anschließender Chemotherapie, habe Belén ihrer Cousine geschrieben und sie autorisiert, dies der Öffentlichkeit mitzuteilen. Im Oktober 2002 wurde sie von einem US-Bundesgericht wegen »Verschwörung zur Spionage für Kuba« zu einer 25jährigen Haftstrafe verurteilt. Der Todesstrafe entging die heute 59jährige nur, weil sie der Staatsanwaltschaft Angaben über die enthüllten Dokumente machte und sich vor Gericht schuldig bekannte. Diesen Aussagen schlossen sich mittlerweile viele Gruppierungen und Persönlichkeiten der Solidaritätsbewegung in Puerto Rico, Kuba und den USA an. So werden am heutigen Freitag und morgigen Samstag in Puerto Rico Dichter und Autoren öffentlich für die Freilassung von Ana Belén und von Oscar López Rivera, einem 1981 zu 70 Jahren Haft verurteilten Kämpfer für die Unabhängigkeit Puerto Ricos, demonstrieren.
Source: Junge Welt October 20, 2016 16:07 UTC