Da steht er vor dem Brandenburger Tor, der Leierkastenmann, um den sich sonst die Touristen scharten. Dann packte er seine Sachen traurig zusammen und fuhr nach Hause, wo seine Frau und die drei Kinder auf ihn warteten. Und der Leierkastenmann senkt dankend den Kopf und lächelt die Kinder an … das sind Erinnerungen, die bleiben. Natürlich kann man den Leierkastenmann auch für Veranstaltungen buchen, dann hat er seinen Stundensatz – aber wenn keine Veranstaltungen sind? Nein, es war keine schöne Zeit für den 43-jährigen Milos Kozon aus der Slowakei, der seit 21 Jahren in Berlin lebt und seit acht Jahren von der Leierkastenmusik lebt.
Source: Der Tagesspiegel July 09, 2021 11:37 UTC