Sein zuletzt schrilles Aussehen und die legere Attitüde sollten nicht über den Wesenskern von Zetsches Ingenieur-Identität täuschen: qualitätsbewusst, genau und effizient. Doch die Zukunft braucht Fach- und Führungskräfte, die den Industriestandort Deutschland aus seinem Innovationsschlaf holen und in die digitale Zukunft führen. Den dem divergenten Denken anhaftenden Regelbruch mag man dann weniger - und bitte, dabei geht es nicht um Sneaker und Schnurrbärte. Eine kontraproduktive Entwicklung, wenn wir KI als Partner betrachten wollen und sie mit unserer humanen Intelligenz steuern wollen und nicht umgekehrt. Die Fähigkeit zur intuitiven Wahrnehmung und zu kooperativen Kreativitätsprozessen hat sie jedenfalls nicht – so wenig wie die meisten Fachkräfte, im Moment.
Source: Die Welt July 02, 2019 17:37 UTC