Rechte und nationalistische Organisationen haben am Sonntag in Athen mit einer Großkundgebung gegen die Namensänderung von Mazedonien in Nord-Mazedonien protestiert. Ein entsprechendes Abkommen hatte der griechische Ministerpräsident Tsipras mit seinem Amtskollegen aus Skopje getroffen; es soll kommende Woche vom griechischen Parlament gebilligt werden. Autobahn und Airport wurden mittlerweile umbenannt, um bei den Verhandlungen zwischen Athen und Skopje über eine Umbenennung Mazedoniens die Wogen zu glätten. Athen weigert sich seit 30 Jahren, den Namen Mazedonien anzuerkennenIn Deutschland ist die Aufregung für viele nur schwer zu verstehen - nicht zuletzt, weil das Balkanland dort schlicht Mazedonien genannt wird. International aber läuft es unter dem Namen Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien, weil Athen sich seit dem Zerfall Jugoslawiens vor knapp 30 Jahren weigert, den Namen Mazedonien anzuerkennen.
Source: Suddeutsche Zeitung January 20, 2019 16:41 UTC