Im Atomstreit mit dem Iran und im Nahost-Konflikt zeigt sie aber deutliche Differenzen zum Kurs von Premier Netanjahu. Das überrascht kaum, gilt Kramp-Karrenbauer in Israel doch als potenzielle Nachfolgerin von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der beliebtesten ausländischen Politikerin. Denn obwohl sie zu den besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel steht und voll des Lobes für die Innovation im jüdischen Staat war, sprach sie auch heikle Themen an. Doch auch wenn Kramp-Karrenbauer mit ihrer Rhetorik eine neutrale Position einnahm, sprach ihre Reiseroute eine andere Sprache: Sie traf keine Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde. Sie kündigte aber zugleich einen weiteren Besuch „in den palästinensischen Gebieten“ an, um „auch diesen Aspekt der deutsch-israelischen Beziehungen zu beleuchten“.
Source: Die Welt July 02, 2019 15:15 UTC