In Brüssel sind die jüngsten Londoner Vorschläge zu den laufenden Brexit-Verhandlungen auf ein negatives Echo gestoßen. „Die neuesten Papiere aus London sind – diplomatisch gesagt – enttäuschend“, hieß es am Donnerstag aus EU-Verhandlungskreisen. Zuvor hatte die Regierung in London Positionspapiere für die Brexit-Verhandlungen mit der EU-Kommission veröffentlicht, in denen unter anderem eine zeitlich begrenzte Zollunion für die Zeit nach dem Austritt aus der EU vorgeschlagen wird. Im Anschluss an die Übergangsphase soll den Vorschlägen zufolge ein neues Zollabkommen mit der EU so ausgestaltet werden, dass die Grenzkontrollen – insbesondere zwischen Irland und Nordirland – so gering wie möglich sind. Angesichts des schleppenden Gesprächsverlaufs sei es „höchst optimistisch“, mit einem Beginn der für London wichtigen Handelsgespräche bereits im Dezember zu rechnen, hieß es aus den EU-Kreisen weiter.
Source: Der Tagesspiegel August 17, 2017 14:44 UTC