Von Johannes Aumüller und Thomas KistnerEine knappe DIN-A4-Seite ist sie lang: die Notiz, die nun wieder Erschütterungen in der Sommermärchen-Affäre auslöst, der ewigen Geschichte um die Fußball-WM 2006 in Deutschland. Und ganz am Ende steht dann der entscheidende Satz: "Sicher ist nur", schreibt der Verfasser, "dass damit 2 Jahre nach der Vergabe der WM Geld für das Abstimmungsverhalten geflossen ist." Für gekaufte Stimmen bei der Vergabe der WM 2006 - zumindest für den Verfasser der brisanten Notiz schien das eine Gewissheit zu sein. Dabei gibt es in der Affäre keinen Satz, den die deutschen WM-Macher entschlossener vortrugen als diesen: Stimmen wurden nie gekauft! Kurz darauf legten die deutschen Verantwortlichen folgende Erklärung vor: Fifa-Vertreter hätten 2002 angeboten, den Organisationszuschuss für die WM auf 250 Millionen Franken festzulegen.
Source: Suddeutsche Zeitung March 23, 2018 16:18 UTC