Ja, Eltern wie sie Sam Vance-Law in seinem Song „Gayby“ besingt, kann sich ein Kind nur wünschen. Das Lied, zu dem es auch ein knallbuntes Video mit vielen süßen Kleinkindern gibt, befindet sich auf dem im März erschienenen Debütalbum des kanadischen Wahlberliners Sam Vance-Law. Vom Kuss beim Highschool-Ball bis hin zum Heiratsantrag nach dem Clubbesuch, sind die zehn Songs Ausdruck einer bemerkenswerten queeren Selbstverständlichkeit, die sich im Pop-Jahr 2018 deutlicher als je zuvor gezeigt hat. Die Song- und Videoproduktion der westlichen Hemisphäre spiegelte eine nie gesehene Vielfalt von Identitäten und Begehrensformen abseits des heterosexuellen Mainstreams. Wobei sich die queeren Musikerinnen und Musiker keineswegs nur in den Nischenregionen bewegten, sondern vielfach zu den tonangebenden Kräften der Branche gehörten.
Source: Der Tagesspiegel December 29, 2018 17:15 UTC