Ungeliebt und trotzdem aussichtsreich: Warum Trumps „America-first“-Kandidat für die Weltbank gute Chancen hat – und vielleicht gar keine so schlechte Wahl wäre. Trump nominiert damit mit hoher Wahrscheinlichkeit einen bekannten Kritiker der Weltbank für das Amt des Präsidenten dieser Institution. Die Aussichten, dass der 62-jährige David Malpass, Staatssekretär im Finanzministerium, tatsächlich ernannt wird, sind gut – obwohl dieser sich in der Gemeinde der internationalen Entwicklungszusammenarbeit bisher wenig Freunde gemacht hat. Weltbank ist „korrupt“Ein Hindernis gibt es jedoch: Malpass müsste, um die Ländervertreter zu überzeugen, nicht nur seine alte Feindseligkeit gegenüber der Weltbank ablegen, sondern sich zur Multilateralität bekennen. So argumentiert Morris‘ Kollege Justin Sandefur, Malpass sei ein Trump-Loyalist, der in vielen Bereichen Fehlverhalten an den Tag gelegt habe.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 06, 2019 06:36 UTC