Zwei Mal hatte sie zuvor vergebens angesetzt, um dem obersten Geldwäsche-Beauftragten der Deutschen Bank, Stephan Wilken, etwas Konkretes zu entlocken. Dabei hatte sich Gomez – wie alle ihre Kollegen im EU-Parlament – gut vorbereitet auf das Kreuzverhör, in das Wilken genommen werden sollte. Wegen der zahlreichen Skandale, von Lux- und Fußball-Leaks über Panama-Papiere und Paradise Papers bis hin zu Cum-Ex-Geschäften, hatte das EU-Parlament einen Sonderausschuss eingesetzt. Wie es denn angehen könne, dass die Deutsche Bank bei jedem einzelnen Finanzskandal weltweit mit drinstecke, wollte ein liberaler Parlamentarier wissen. AnzeigeAuf ihn folgte der Franzose Philippe Vollot, der zuvor schon seit mehr als 13 Jahren im Dienste der Deutschen Bank tätig gewesen war.
Source: Die Welt February 06, 2019 06:22 UTC