Hinsichtlich der Wechselkurse setzte sich eine Entwicklung fort, die schon in den vergangenen Tagen zu beobachten war: Der Euro wird stärker, der Dollar schwächer. Gemessen an der Kaufkraftparität, soll der Dollar gegenüber dem Euro längst überbewertet sein, meint jedenfalls Christian Apelt, Devisenmarktstratege der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Eine weitere Folge war, dass auch der Goldpreis, der sich oft gegenläufig zum Dollar entwickelt, kräftig zugelegt hat. Der Dollar sei in den Wochen zuvor in der Erwartung gestiegen, dass die Notenbank endlich ihren Leitzins weiter erhöhe, erklärt Apelt. „Das Problem ist, dass die Marktteilnehmer in der Regel recht behielten.“ Das habe der Glaubwürdigkeit der Fed geschadet, behauptet der Ökonom.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung September 09, 2016 11:52 UTC