November entscheiden sie, ob Olaf Scholz/Klara Geywitz oder Norbert Walter-Borjans/Saskia Esken künftig die SPD führen werden – und was aus der großen Koalition wird. Doch SPD wie CDU haben die Erfahrung gemacht, dass solche Urabstimmungen nicht unbedingt befriedend wirken oder das beste Ergebnis bringen. „1993 kandidierten in der SPD Gerhard Schröder, Heidemarie Wieczorek-Zeul und Rudolf Scharping gegeneinander um den Parteivorsitz. Das ist ein Beispiel dafür, dass es bei Urabstimmungen in Parteien eine Prämie für die Mittelmäßigkeit geben kann“, sagt Merkel im Tagesspiegel-Interview. Klar, Annalena Baerbock (97,1 Prozent) und Robert Habeck (90,4 Prozent) bekamen beim Parteitag in Bielefeld sehr starke Ergebnisse.
Source: Der Tagesspiegel November 18, 2019 06:33 UTC