Sie zeichnen nach, wie die Autokonzerne, aber auch die kommunalen ÖPNV-Unternehmen zu relativ unbeweglichen Kolossen wurden. Einerseits ist das Auto unter Druck und nicht mehr unantastbar, andererseits gab es noch nie so viele Autos wie heute. Erst recht ist in anderen Teilen der Welt der Traum vom Auto noch nicht ausgeträumt, sondern entfaltet sich gerade erst voll. Zu kurz springen Canzler und Knie, wenn sie Auto-Erfolgsgeschichte und Verkehrswende gleichermaßen daran knüpfen, dass politisch eine klare Programmatik und ein ansprechendes Narrativ vorhanden sind. Felix Ekardt leitet die Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik in Leipzig und Berlin und ist Professor an der Uni Rostock.
Source: Suddeutsche Zeitung March 19, 2018 12:22 UTC