Der Anwalt, der Familienministerin Franziska Giffey im Verfahren um die Plagiatsvorwürfe bezüglich ihrer Doktorarbeit vertritt, sieht in einer von ihm als „Gutachten“ bezeichneten Stellungnahme eine „amerikanische Zitierweise“ als Entlastung für seine Mandantin. Es handele sich um eine Form, auf Quellen zu verweisen, die weniger detailliert sei als in Deutschland normalerweise üblich. Giffey habe sich an die Vorgaben ihrer Chefin halten müssen, weshalb man ihr keine Täuschung vorwerfen könne. Die Informatik-Professorin Weber-Wulff sagte, bei der Arbeit der SPD-Politikerin gehe es gar nicht um die Zitierweise. Dem Berliner Juristen und ebenfalls VroniplagWiki-Aktivisten Gerhard Dannemann zufolge gibt es so etwas wie eine „amerikanische Zitierweise“ gar nicht.
Source: Der Tagesspiegel June 23, 2019 12:52 UTC