Es ist eine kleine Revolution, die Robert Habeck und Annalena Baerbock bei den Grünen vorhaben: Beide verbinden ihre Kandidatur zum Parteivorsitz mit einer Absage an die Flügellogik ihrer Partei. Der Umweltminister aus Schleswig-Holstein wünscht sich, in einem Bundesvorstand zu arbeiten, der sich von der starren, lähmenden Logik „ein rechts, ein links, ein fallenlassen“ frei mache. Ob Baerbock und Habeck sich auf dem Parteitag Ende Januar durchsetzen können, wird also spannend. Entscheidend sei, dass die Doppelspitze alle grünen Milieus und die Breite der Grünen- Wählerschaft im Blick habe. „So pragmatisch hat die Partei es in der Vergangenheit immer gehalten.“ Die Trennungsregel von Bundesvorsitz und Ministeramt habe sich aber bewährt.
Source: Der Tagesspiegel December 19, 2017 11:06 UTC