Österreich, Belgien, Frankreich und Italien profitieren davon, dass die EZB zu viele ihrer Staatspapiere kauft. Rechnet man diesen Effekt ein, dann ist die Schieflage der EZB bei den Anleihekäufen sogar noch ausgeprägter. Manchmal auch von denselben Leuten, die Draghi die Schieflage bei den Käufen ankreiden. Die Begünstigung der deutschen Unternehmen durch sehr niedrige Zinsen trägt auch zu dem viel kritisierten hohen Exportüberschuss Deutschlands bei. Insofern lässt die bewusst möglichst neutrale Haltung der EZB die wirtschaftlichen Ungleichgewichte in der Euro-Zone bestehen.
Source: Handelsblatt January 22, 2018 14:37 UTC