Eines der kleinsten Länder in der Europäischen Union, Luxemburg, möchte ein großes Zeichen setzen - in der Coronakrise und mit Blick das befürchtete Drama in den völlig überfüllten Flüchtlingscamps auf den griechischen Inseln. Asselborn sagte am Sonntagabend in den ARD-„Tagesthemen“, Luxemburg wolle mit seinem Anteil Deutschland als „großes, wichtiges Land in der Europäischen Union“ ebenso anspornen wie zum Beispiel auch Frankreich. Und der Grünen-Europaabgeordnete Erik Marquardt, der sich seit Wochen auf Lesbos aufhält, sagt, die Evakuierung von mehreren hundert Flüchtlingskindern könne ohnehin „nur der Startschuss, nicht die Ziellinie sein“. Zur Aufnahme von Flüchtlingskindern bereiterklärt hatten sich im März ursprünglich neben Deutschland, Frankreich und Luxemburg auch Portugal, Bulgarien, Irland, Litauen und Finnland. Humanitäre Aufnahmeprogramme des Bundes wie auch der Länder seien für Asylantragsteller auf den griechischen Inseln „grundsätzlich nicht das richtige Instrument“.
Source: Der Tagesspiegel April 06, 2020 12:45 UTC