Etwa 70 Flüchtlinge haben sich in Nordrhein-Westfalen als Terroristen ausgegeben, um ihre Abschiebung zu verhindern. Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf klagt über eine Flut von Strafverfahren gegen Flüchtlinge, die sich fälschlicherweise als Terroristen ausgeben. „Das erleben wir leider häufig“, berichtet der Sprecher der Zentralstelle für Terrorismusbekämpfung in NRW, Daniel Vollmert, am Montag im „Kölner Stadt-Anzeiger“. Seit Gründung der Abteilung mit elf Staatsanwälten im April 2018 habe man in etwa 70 solcher Fälle ermitteln müssen. Im Prozess hatte der Angeklagte beteuert, alles erfunden zu haben, um die Chancen zu erhöhen, als Flüchtling anerkannt zu werden.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung June 24, 2019 09:56 UTC