Die jahrelange Zerreißprobe zwischen dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und den Besetzern der Gerhart-Hauptmann-Schule an der Ohlauer Straße nähert sich offenbar dem Ende. Der Bezirk habe immer wieder zahlreiche Gespräche mit den Betroffenen geführt und dabei betont, dass deren Auszug unumgänglich sei. Zuvor waren die Besetzer zu Fuß von Würzburg nach Berlin aaufgebrochen, um mit diesem Marsch gegen die lange Dauer ihrer Asylverfahren und die Residenzpflicht zu protestieren. Ab 2013 entwickelte sich die Schule rasch zum heftig umstrittenen Massenlager mit unhaltbaren hygienischen Bedingungen und wachsender Kleinkriminalität. Im Juli dieses Jahres gab das Berlinder Landgericht schließlich einer Räumungsklage des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg statt.
Source: Der Tagesspiegel November 16, 2017 19:52 UTC