Klingbeil hat die Relevanz der Netzpolitik früher erkannt als andere und sich nebenbei als Verteidigungspolitiker profiliert. Allerhand also spricht dafür, dass Klingbeil neuer Generalsekretär der SPD wird – zumal er mit seinen 39 Lebensjahren den allgemein eingeforderten „Neuanfang“ nach der Wahlschlappe personifizieren kann. Wäre da nicht der SPD-Vorsitzende Martin Schulz, der Klingbeil schon am Montag der Parteispitze vorschlagen will, wie die WELT aus SPD-Kreisen erfuhr. Sollte sich die Personalie Klingbeil als ähnlich ruckelig erweisen wie die Causa PGF? Das erhöht die Chancen für die beiden weiteren Kandidatinnen: die amtierende Vizepräsidentin Ulla Schmidt sowie die frühere Fraktionsgeschäftsführerin Christine Lambrecht.
Source: Die Welt October 19, 2017 19:08 UTC