Das große Insektensterben zeigt: Die Industrialisierung der Landwirtschaft muss intelligenter weitergehen, als sie begonnen hat. Und vieles deutet darauf hin, dass die Entwicklung der Landwirtschaft und der von ihr geprägten Landschaften einen großen Einfluss auf den Exitus der Schmetterlinge, Fliegen und Motten hat. Eine Landwirtschaft ohne bestäubende Bienen und Nützlinge im und auf den Böden wäre undenkbar. Angesagt ist aber nicht eine rückwärtsgewandte, naive Agrarwende, nötig ist eine wissenschafts- und datenbasierte, ganzheitlich gedachte technische Revolution. Hier zeigt sich der vulgäre Lobbyismus, der selbst eine Ursache ist der ökologischen Dramen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 20, 2017 18:22 UTC