Die türkische Notenbank soll der Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan finanziell unter die Arme greifen. Weil das Staatsdefizit höher sei als geplant, arbeite das Finanzministerium an einem Gesetzentwurf, um Zentralbankreserven von bis zu 40 Milliarden Lira (6 Milliarden Euro) in den Haushalt zu übertragen, meldet die Finanzagentur Reuters. Die Finanzspritze der Notenbank stammt nicht aus den Devisenreserven, sondern aus einer so genannten gesetzlichen Rücklage für besondere Fälle, die aus den Gewinnen der Notenbank stammt. Seitdem jedoch wächst die Unterdeckung und hat im ersten Quartal zusammengenommen 36,16 Milliarden Lira erreicht. Bis zum Jahresende könnte das Defizit auf 81 Milliarden Lira (12,1 Milliarden Euro) steigen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 13, 2019 13:52 UTC