Für das Forscherteam um den Mediziner Eili Klein hat dieser Zusammenhang, den die Wissenschaftler in einer Untersuchung des weltweiten Antibiotikakonsums nachweisen konnten, allerdings auch etwas „Dramatisches“. Denn je häufiger Antibiotika eingesetzt werden, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bakterien dagegen resistent und die einzigen Waffen gegen Infektionskrankheiten stumpf werden. In den Entwicklungs- und Schwellenländern nahm der Gesamtverbrauch sogar um 114 Prozent und der durchschnittliche tägliche Verbrauch pro 1000 Einwohner um 77 Prozent zu. Maßnahmen, die einen weiteren Anstieg verhindern oder einschränken sollen, müssten allerdings sicherstellen, dass die Menschen dennoch weiter Zugang zu den überlebenswichtigen Medikamenten haben. So sank der durchschnittliche tägliche Verbrauch pro 1000 Einwohner in Ländern wie den USA, Kanada und Frankreich im Mittel um vier Prozent.
Source: Der Tagesspiegel March 26, 2018 19:07 UTC