Schon in der Renaissance hat der italienische Architekt Leonardo Battista Alberti in seinem „Traktat über die Villa“ empfohlen, diese solle idealerweise an einem Hang liegen. Jahrhunderts der Essener Industrielle Alfred Krupp beginnt, Grundstücke rund um diesen Hügel am Baldeneysee aufzukaufen. 1869 ist die gigantomanische Villa fertig, 269 Räume, mehr als 8000 Quadratmeter Wohnfläche, Baukosten 5,7 Millionen Mark, ein Viertel des Firmengewinns während der dreijährigen Bauphase. Szenerie der Gründerzeit größtenteils verschwunden1871 hat Krupp 600 Morgen (rund 150 Hektar) beisammen, Ackerland und Waldungen, aber ausgerechnet die Hügelkuppe, auf der die neue Villa emporragt, ist kahl. Beim Einzug in die Villa 1873 sind Park und Garten fast fertig.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung June 04, 2019 08:37 UTC