Der Angeklagte im Prozess um die Entführung des behinderten Sohnes von Milliardär Reinhold Würth spricht leise und mit deutlichem Akzent. Der damals 50 Jahre alte Markus Würth wurde zwar unterkühlt und durchnässt an einem Baum gekettet in einem Wald bei Würzburg gefunden - ansonsten aber unversehrt. Er habe die Entführung von Markus Würth aus einer integrativen Wohngemeinschaft im osthessischen Schlitz zusammen mit Komplizen lange geplant und durchgeführt. Sicher sind sich die Ermittler dagegen, dass er die Kommunikation mit der Familie Würth abgewickelt habe. Nach der Panne habe der Angeklagte verraten, wo der Entführte, versorgt mit einer Wasserflasche, ausharren musste.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung September 11, 2018 08:34 UTC