Ein Grund dafür sei, dass Fusionen zunächst Investitionen verschlängen, die kaum eine Bank derzeit angesichts von Eigenkapitalknappheit und niedriger Profitabilität aufbringen könne. 7 von 13 Milliarden Euro Eigenkapital der LBBW lägen außerhalb der Sparkassengruppe, schließlich sind das Bundesland Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart neben dem Sparkassenverband Baden-Württemberg Miteigentümer. „Wie soll das gehen?“, fragte Neske in Bezug auf die Wünsche der Sparkassen, Alleineigentümer einer fusionierten Sparkassen-Zentralbank zu sein. Die Fusionsgespräche zwischen den Frankfurter Sparkassen-Instituten Deka und Helaba, die von Schleweis als ersten Schritt hin zu einer Sparkassenzentralbank gewertet werden, beobachtet Neske interessiert. Bis auf weiteres empfahl er daher statt Fusionen den anderen Landesbanken, enger miteinander zu kooperieren, vor allem in der IT-Entwicklung.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung January 28, 2020 12:05 UTC