Im September hatte die EZB die Zinsen weiter auf minus 0,5 Prozent gesenkt und neue Nettozukäufe von Anleihen beschlossen. Utermöhl schloss sich damit weitgehend der Argumentation an, mit der die EZB selbst immer wieder ihre Geldpolitik rechtfertigt und zugleich politische Reformen fordert. Auch die Idee, dass Deutschland die EZB unterstützen sollte, lehnte er ab: „Wir brauchen nicht die deutsche Fiskalpolitik, um das Preisstabilitätsziel der EZB zu erreichen. Ein Leser regte an, das Mandat der EZB zu erweitern – ähnlich wie bei der US-Notenbank, die neben Preisstabilität gleichgewichtig auch Vollbeschäftigung anstrebt. Die beiden Referenten reagierten zurückhaltend, aus ihrer Sicht schützt ein enges Mandat die EZB besser vor Einfluss von außen.
Source: Handelsblatt February 18, 2020 17:15 UTC