Heute könne man sich nicht mehr einfach Räume für selbstverwaltete Strukturen aneignen, dazu sei der Inwertsetzungsdruck in Berlin einfach zu hoch. Zurücklehnen darf sich die Politik deswegen deswegen aber noch lange nicht. Statt dem Ausverkauf der kulturellen Seele Berlins tatenlos zuzuschauen, braucht es endlich wirkungsvolle Konzepte, um die Hausprojekte, Kiezkneipen und Jugendzentren zu schützen. Dass sich die linke Szene angesichts des Fehlens solcher Konzepte nicht länger auf die parlamentarische Politik verlassen will, ist nur allzu verständlich. Die wirkliche Arbeit geht jetzt erst los: Vernetzung der Initiativen, Delegiertentreffen, zermürbende Plena, zähe Auseinandersetzungen darüber, welche Aktionsformen die richtigen sind.
Source: Neues Deutschland February 17, 2020 20:26 UTC