Von einem (späten) Antrittsbesuch des Kanzlers in China sollte man nicht allzu viel erwarten, die Lage ist so, wie sie ist. Die Pekinger Führung hat es mit ihrer merkantilistischen Wirtschaftspolitik geschafft, praktisch die gesamte Welt von sich abhängig zu machen; Deutschland ist da keine Ausnahme. Zweifel an den USAMerz hat in Peking trotzdem von einer „umfassenden strategischen Partnerschaft“ mit China gesprochen und war um einen freundschaftlichen Austausch bemüht. Aber vor dem roten Kaiser von China hat schon manchen selbstbewussten deutschen Politiker der Mut verlassen. Auch Länder wie Kanada, Großbritannien oder Frankreich bemühen sich wieder stärker um Peking, weil sie (berechtigte) Zweifel an den Vereinigten Staaten haben.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 26, 2026 17:28 UTC