Die genauen Hintergründe sind noch unklar, aber es heißt, das Mädchen habe sich von Schulkameraden gemobbt gefühlt. Dass es in einer solchen Katastrophe mündet, liest man zum Glück äußerst selten, aber es gibt leider wohl kaum eine Schule, in der nicht täglich Mobbing irgendeiner Art stattfindet. Aber vor allem unterteilte sie die Mädchen der Klasse optisch in die, die dazugehörten – und die, die es nicht taten. Offenbar hatte Leo ihn auch einmal halten oder werfen wollen, aber irgendwie hatten ihn die anderen abgedrängt. Nicht mitspielen dürfen oder mal stehengelassen werden – davon allein dürften zwar die wenigsten Kinder in diesem Alter ein Trauma fürs Leben bekommen, und ganz sicher haben mein Sohn und die anderen Kinder hier kein bewusstes, systematisches Mobbing betrieben.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung February 05, 2019 11:30 UTC