Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, hat die Lage der muslimischen Minderheit der Rohingya in Myanmar als „Albtraum“ kritisiert und ein Ende des militärischen Vorgehens in der Unruheregion Rakhine gefordert. Der Organisation lägen beängstigende Berichte über den Einsatz exzessiver Gewalt gegen Rohingya und schwere Menschenrechtsverstöße wie den Einsatz von Landminen gegen Zivilisten sowie sexuelle Gewalt vor, sagte Guterres am Donnerstag bei einer Sitzung des Sicherheitsrats. Die mit den Vereinten Nationen verbundene Internationale Flüchtlingsorganisation IOM zählt inzwischen rund 502.000 Rohingya, die die bangladeschische Küstenregion Cox’s Bazar seit 25. Weitere 250.000 Rohingya könnten zusätzlich gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen, wenn die Regierung von Myanmar die „systematische Gewalt“ in der Rakhine-Provinz nicht angehe, sagte Guterres. Die Rohingya gehören zu den am stärksten verfolgten Minderheiten weltweit.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung September 29, 2017 03:11 UTC