Bislang beschäftigte die Debatte über die Stärken und Schwächen des Mannes an der Spitze der ältesten deutschen Partei vor allem Mitglieder der Parteiführung und der Bundestagsfraktion der Sozialdemokraten. Beklagt wurde der Schlingerkurs der Parteiführung seit der Bundestagswahl und die mangelnde Führungskraft des Vorsitzenden. Schulz warb um Verständnis: Er habe mit einer betont sachlichen Rede die überzeugen wollen, die der Groko ablehnend gegenüberständen. Für Schulz geht es nun nicht nur um die Rettung der SPD, es geht auch um die Rettung seiner eigenen politischen Zukunft. Damit könne er glaubwürdiger für die große Koalition werben, weil er zeige, dass er es ernst meine mit der Erneuerung der Partei.
Source: Der Tagesspiegel January 22, 2018 16:41 UTC