Der Aktivist Cesar Vargas, der sich für die Rechte von Immigranten engagiert, berichtete der „New York Times“, er erhalte seit der Wahlnacht „eine Flut“ von Morddrohungen. Das Potenzial für die jäh in die Oppositionsrolle geworfenen Demokraten ist riesig. Zudem fehlen nach dem Ende der politischen Karrieren von Clinton und Obama plötzlich die wichtigsten Gesichter der Partei. Politiker wie der von Clinton im Vorwahlkampf geschlagene Bernie Sanders und die Senatorin Elizabeth Warren stehen für einen entschiedenen Linkskurs: gegen das Großkapital, gegen die Exzesse der Globalisierung. Zudem haben die Wahlanalysen ergeben, dass Hillary Clinton die so genannte Obama-Koalition der vergangenen Jahre für ihren Wahlkampf nicht vollständig übernehmen konnte.
Source: Der Tagesspiegel November 10, 2016 16:41 UTC