In der besonders umkämpften Stadt Awdijiwka nordwestlich von Donezk trennt die Feinde nur noch ein Friedhof voneinander. Sogar in Städten, die 50 Kilometer entfernt von der Front liegen, seien die schweren Kämpfe zu hören, heißt es. Während zeitgleich die Verhandlungen zum zweiten Minsker Abkommen liefen, brachen die Separatisten alle Vereinbarungen und überrannten die ukrainischen Stellungen, Hunderte Soldaten kamen damals ums Leben. In der Nacht zum Freitag hätten prorussische Kräfte auch Zeltlager und Essenausgabestellen der ukrainischen Seite beschossen, in die sich die hungernde und frierende Bevölkerung von Awdijiwka geflüchtet hatte, berichten Sprecher der Armee. Seit Tagen ist die Kleinstadt westlich von Donezk umkämpft, Teile der Infrastruktur sind zerstört, die Heizungen waren zeitweilig ausgefallen, ebenso die Wasserversorgung, erste Busse mit Frauen und Kindern haben die Stadt verlassen.
Source: Suddeutsche Zeitung February 03, 2017 13:04 UTC