Nicht mit ihm – das macht ein anderer Muslim deutlich, und er kann ebenso als Vorbild dienen: Londons Bürgermeister Sadiq Khan. Er setzte sich dieser Tage dafür ein, alle Abteilungen der schiitischen, vom Iran unterstützten Terrororganisation Hisbollah für illegal zu erklären. Khan, der Muslim, teilt die „Besorgnis der jüdischen Gemeinschaft angesichts der Zeichen der Unterstützung für die Hisbollah, die eine illegale, geächtete und antisemitische Organisation ist“. Die ganze Zeit heißt: Seit er im Mai ’16 als erster Muslim überhaupt ins Amt kam und gleich zu Beginn sagte, der Antisemitismus müsse aus der Stadt London und der Labour-Partei ausgerottet werden. Wenn nun Kollegen öffentlich seinen Kurs unterstützen, kann dies zu Besserem führen: der selbstverständlichen Akzeptanz von Muslimen an der Spitze multikultureller und toleranter Städte.
Source: Der Tagesspiegel July 10, 2017 16:05 UTC