Bevor der Franzose Axel Laurance Weltmeister wurde, verursachten regennasse Straßen auf der siebenmal zu absolvierenden 14-Kilometer-Strecke ein veritables Sturzfestival. Das beförderte die im aktuellen Radsport ohnehin ausgeprägte Tendenz zur frühen Offensive und garantierte zugleich Spannung bis kurz vorm Schluss. Unverdrossen nahm die Schweizerin 74 Kilometer vorm Ziel aber noch einmal Reißaus, woraufhin sie solo bis zu anderthalb Minuten Vorsprung herausfuhr. Vorübergehend dominierte Italien zu fünft, dann waren zweieinhalb Runden vorm Ziel alle azurblauen Trikots wieder verschwunden. Die ein Jahr ältere Kopecky krönte indes eine Traumsaison, in der sie mit einem zweiten Platz bei der Tour auch ungeahnte Rundfahrqualitäten andeutete.
Source: Junge Welt August 14, 2023 23:40 UTC