Für ein Militärmanöver sollen laut dem russischen Verteidigungsministerium 300 000 Soldaten mobilisiert werden. Damit würde ein Drittel der gesamten russischen Streitkräfte in Bewegung gesetzt, merkt etwa der Moskauer Publizist Alexander Golts an. Dass die Streitkräfte beider Staaten nun bei einem Manöver dieser Dimension und Bedeutung kooperieren, soll als Signal verstanden werden. Nachdem die USA und Europa 2014 wegen der Krim-Annexion Sanktionen gegen Russland verhängt haben, kündigte der Kreml eine Wende nach Osten an. Symbolisch dafür steht die Pipeline "Kraft Sibiriens", die vom kommenden Jahr an Gas aus dem Osten des Landes nach China exportieren soll.
Source: Suddeutsche Zeitung September 10, 2018 17:02 UTC