Seltenes Naturschauspiel an der Elbe vor den Toren Hamburgs: Nach dem jüngsten Schneefall und Dauerfrost türmen sich elbaufwärts bei Geesthacht meterhohe Eisberge. Der Grund: Seit Tagen kämpft die in Geesthacht stationierte Eisbrecherflotte gegen eine gewaltige Eisbarriere am Stauwehr und verwandelt die Eisdecke auf dem Strom in kleinere Eisberge, die nun bei Niedrigwasser am Ufer der Elbe gestrandet sind. „Das hatten wir so auch noch nicht“, sagte der Leiter der Spezialschiff-Flotte beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA), Andreas Schultz, der „Bild“-Zeitung. „Damit das Eis vernünftig ablaufen kann“, müssten mindestens 500.000 Liter Wasser pro Sekunde stromabwärts fließen. Bislang seien bis zu zehn Eisbrecher auf der Elbe im Einsatz gewesen – so viele wie seit 2013 nicht mehr.
Source: Der Tagesspiegel January 19, 2026 02:03 UTC