Nach Burundi will nun auch Südafrika die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof beenden. Die Regierung habe in einem formalen Schreiben dem UN-Generalsekretär mitgeteilt, vom Gründungsvertrag des Gerichts zurückzutreten, teilte Justizminister Michael Masutha am Freitag mit. Als Grund wird in dem Schreiben der Fokus des Strafgerichtshofs auf afrikanische Länder genannt, wie das südafrikanische Magazin „Daily Maverick“ am Freitag berichtete. Der Strafgerichtshof steht in der Kritik, weil alle Angeklagten bisher Bürger afrikanischer Staaten waren. Der Internationale Strafgerichtshof wurde 2002 im niederländischen Den Haag eröffnet und verfolgt Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 21, 2016 09:22 UTC