Ein ganze Reihe von Athener Skandalen rund um Fernsehen, Banken und Justiz hat die griechische Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras innerhalb von wenigen Wochen produziert. Obwohl gerade Tsipras mit seiner Partei Syriza mehr Demokratie und Kampf gegen Korruption propagiert hatte, erweist er sich jetzt nicht als Saubermann. Die Opposition und die griechische Medienwelt ziehen vielmehr Parallelen zur Vorgehensweise kommunistischer Kader, die bei einer Machtübernahme das Fernsehen unter Kontrolle bringen wollen. Denn die Zuständigkeit für die Regulierung des Fernsehmarktes liegt laut Verfassung bei einem unabhängigen Rundfunkrat. Zudem müsse endlich das jahrzehntelange Provisorium um die privaten Fernsehlizenzen beendet werden.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 21, 2016 09:21 UTC