Der Anteil der 18 bis 64 Jahre alten erwerbstätigen Inländer, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hatten und damit als armutsgefährdet gelten, betrug im Jahr 2004 noch etwas weniger als 5 Prozent. Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen stieg im betrachteten Zeitraum von 39,3 auf 42,6 Millionen. Daher waren es 2004 knapp 1,9 Millionen arbeitende Armutsgefährdete, im Jahr 2014 hingegen beinahe 4,1 Millionen. „Offensichtlich ist der Zusammenhang zwischen Beschäftigungswachstum und Armut komplizierter als gemeinhin angenommen“, stellen die Studienautoren fest. Eine wichtige Rolle spielt den Studienautoren zufolge auch der Druck auf Arbeitslose, angebotene Stellen anzunehmen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung July 06, 2017 06:00 UTC