Die Einrichtung der von Erdoğan angestrebten "Sicherheitszone" gefährdet nun nicht nur die politischen Ambitionen der Kurden auf noch fundamentalere Art. Zumal Erdoğan ankündigt, in seiner "Sicherheitszone" Siedlungsraum für bis zu zwei Millionen Syrer aus anderen Landesteilen schaffen zu wollen. Dennoch geben sich Kurdenvertreter kämpferisch: "Wir verteidigen Nordostsyrien um jeden Preis", sagte Mustafa Bali, der Sprecher der von den Kurden dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte. Von der syrischen Regierung kommen bereits Angebote: Syrien werde sich gegen einen türkischen Einmarsch verteidigen, zitierte eine regierungsnahe Zeitung am Dienstag den stellvertretenden Außenminister Faisal al-Makdad. Die Kurden sollten zurück an die Seite der Regierung in Damaskus kommen und sich nicht "selbst in die Hölle zu stürzen".
Source: Suddeutsche Zeitung October 08, 2019 08:15 UTC