imago images/Xinhua Textilarbeiterinnen während der Mittagspause in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh (11.9.2020)Die wiederholten Lockdowns in der Coronapandemie bleiben nicht ohne Auswirkungen auf Menschen in weit entfernten Ländern. Dabei ist die Textilindustrie in Kambodscha stärker reguliert als anderswo in der Region: So setzt eine staatliche Stelle die generellen Einkommensparameter fest. Teil des aktuellen Gesamtproblems ist, dass ein Großteil der Beschäftigten – 80 Prozent davon sind Frauen – tatsächlich nicht mehr als den Mindestlohn erhält. Wenn praktisch etliche Arbeiterinnen am Monatsende trotzdem mit etwa 300 Dollar nach Hause gehen konnten, lag das an vielen Überstunden. Den notleidenden Beschäftigten der Branche hilft dann auch das gerade am Sonntag unterzeichnete Freihandelsabkommen zwischen ASEAN, China, Südkorea, Japan, Australien und Neuseeland nicht.
Source: Junge Welt November 16, 2020 18:33 UTC